Französisch-Polynesien, Tahiti, Papeete, Aranui 5

Französisch-Polynesien besteht aus 118 Inseln, verteilt auf einer Fläche so groß wie Europa, doch nur ein kleiner Teil davon ist bewohnt. Die Inseln liegen einsam im Pazifik, weit entfernt von jedem Kontinent. Bekannt sind sie für türkisfarbene Lagunen, Vulkankegel und üppige Vegetation.
Politisch ist Französisch Polynesien ein Überseegebiet der Französischen Republik. Es gibt zwar ein eigenes Parlament, aber  Gesetzgebung, Verwaltung und Geldsystem sind französisch geprägt. Einwohner haben die französische Staatsbürgerschaft. EU-Recht gilt nur zum Teil, der Einfluss aus Europa ist aber spürbar. Dennoch bleibt die Kultur tief polynesisch. Sprache, Traditionen und Alltag verbinden europäische Prägung mit lokaler Identität.
Tahiti, die größte Insel des Archipels, ist das wirtschaftliche Zentrum. Hier befindet sich auch die Hauptstadt Papeete, unser derzeitiger Aufenthaltsort. Papeete ist eine lebendige Stadt mit Hafen, Markt, Verkehr, Straßenküchen und einer Mischung aus kolonialer Vergangenheit und moderner Inselrealität.
Am Samstag gehen wir hier an Bord der Aranui 5, einem Frachtschiff mit Passagierkabinen, das die entlegenen Marquesas-Inseln versorgt. Es ist halb Kreuzfahrtschiff, halb Versorgungsfrachter. Die Aranui bringt Güter, Baumaterial und Lebensmittel zu Inseln, die sonst schwer erreichbar wären und nimmt Reisende mit. Die kommenden Tage werden uns weit weg von Tahitis Küste führen, zu Orten, die nur über den Seeweg erreichbar sind, zu Dörfern, die auf Lieferungen warten, und zu Inseln, die selbst in Französisch-Polynesien als abgelegen gelten.
Wir sind schon voller Vorfreude und sehr gespannt was wir bei dieser Schiffsreise erleben werden.