Am folgenden Morgen lag Ua Huka vor uns, deutlich trockener als die anderen Inseln, fast karg aber mit einem besonderen Charme. Heute fuhren wir mit dem Pickup über die Insel. Thema war heute die Wirtschaft auf den Marquesas Inseln. Jörg, unser Guide, versorgte uns mit den entsprechenden Informationen. So erfuhren wir wie Kopra aus Kokosnüssen hergestellt wird. Kopra wird auf den Inseln von der Aranui aufgekauft und in Tahiti weiterverkauft. Der Preis wird von Frankreich subventioniert, da es sonst nicht wirtschaftlich wäre.
Neben den Dörfern Hane und Hokato besuchten wir noch eine Baumschule. Luca entdeckte einen kleinen roten Traktor, der hier benutzt wird. In der Baumschule werden tropische Strauch- und Baumarten gezüchtet und z.B. nach Tahiti verkauft. Auch dieses Projekt wird subventioniert.
Die Wirtschaft der Marquesas-Inseln ist ansonsten stark von der Versorgung von außen abhängig. Industrie gibt es nicht. Der Lebensunterhalt vieler Familien basiert auf einer Mischung aus Subsistenzwirtschaft, öffentlichem Dienst und begrenztem Tourismus. Zentrale Rolle spielen Landwirtschaft und Fischfang für den Eigenbedarf: Bananen, Kokosnüsse, Brotfrucht, Taro sowie Ziegen- und Schweinehaltung. Überschüsse werden nur in kleinem Umfang verkauft. Handwerk, etwa Holzschnitzerei, Tapa-Herstellung und Schmuck, ist kulturell bedeutend, wirtschaftlich jedoch meist von geringer Bedeutung. Der öffentliche Sektor (Verwaltung, Schule, Gesundheit) ist einer der wichtigsten Arbeitgeber. Jedes kleine Dorf hat einen Bürgermeister und die gleiche Struktur wie eine Kleinstadt. So werden Arbeitsplätze geschaffen. Viele Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von französischen Subventionen ab. Der Tourismus ist vorhanden, aber bewusst begrenzt. Es gibt wenige kleine Pensionen und die Aranui als wichtigste Verbindungslinie.
Zum Abschluss unsere Inseltour fuhren wir zum Ua Huka Museum. Ein schönes Gelände, auf dem es mittags ein Buffet mit einheimischen Speisen gab. Wie immer sehr lecker. Von hieraus konnten wir auch die Wildpferde beobachten, die zahlreich auf der Insel frei herumlaufen und für die die Insel bekannt ist.
Zurück auf dem Schiff hieß es Abschied nehmen von den Marquesas. Für den nächsten Tag stand ein Seetag mit einer Strecke von über 1000 km an.





