Teahupoʻo – Kraft des Ozeans und olympische Bühne

Teahupoʻo liegt an der Südwestküste Tahitis und ist weltbekannt für eine der ungewöhnlichsten und gefährlichsten Wellen der Welt. Die Besonderheit entsteht dadurch, dass der Pazifik hier sehr tief ist und die ankommende Dünung abrupt auf ein extrem flaches Korallenriff trifft. Die Welle wird dadurch nach oben gedrückt und kippt wie eine massive Wasserwand nach vorne, schwer, kompakt und direkt über dem Riff. Diese besondere Wellenform macht Teahupoʻo für Surfer äußerst gefährlich. Stürze enden oft unmittelbar auf dem scharfen Korallenboden, und die enorme Wassermasse lässt kaum Raum zum Ausweichen. Entsprechend ist der Spot ausschließlich erfahrenen Profis vorbehalten. Internationale Aufmerksamkeit erhielt Teahupoʻo nochmals durch die Olympischen Spiele 2024. Obwohl die Spiele offiziell in Paris stattfanden, wurde der Surf-Wettbewerb bewusst hier auf Tahiti ausgetragen, da es in Europa keine vergleichbaren Bedingungen gibt. Teahupoʻo wurde damit zur olympischen Wettkampfstätte, ein außergewöhnlicher Ort für ein globales Sportereignis.