Singapur – Ordnung, Vielfalt und Alltag

Über Singapur wussten wir im Vorfeld unserer Reise wenig, außer das es verboten ist Kaugummi zu kauen, was übrigens auch stimmt! Deshalb ein paar Informationen zu der Stadt. Singapur ist ein Stadtstaat mit 6 Millionen Einwohnern und einer besonderen Geschichte. Aus einem britischen Handelsposten entwickelte sich seit der Unabhängigkeit 1965 ein globales Zentrum für Handel, Finanzen und Logistik. Politisch setzt Singapur auf Stabilität, klare Regeln und langfristige Planung. Gesellschaftlich ist die Stadt stark multikulturell geprägt, chinesische, malaiische, indische und westliche Einflüsse gehören selbstverständlich zum Alltag.
Diese Vielfalt wird durch strenge Gesetze und durchdachte Integrationspolitik gefördert.
Im täglichen Leben wirkt Singapur ruhig, organisiert und effizient. Der öffentliche Raum ist sauber, die vielen Grünflächen sind gepflegt, der Verkehr gut geregelt, die U-Bahn (MRT) und Busse sind eng getaktet und pünktlich. Große Menschenmengen bewegen sich geordnet, ohne Hektik oder Gedränge. Regeln scheinen akzeptierter Teil des Zusammenlebens zu sein. Gleichzeitig empfanden wir die Stadt nicht als unpersönlich. Die kulturelle Vielfalt zeigt sich in Essen, Sprachen und Religionen. Hawker Center, Parks und Straßenleben wirken lebendig, aber kontrolliert. Auffällig ist besonders die Sauberkeit im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten. Es liegt wirklich überhaupt kein Müll oder Dreck herum. Die Überwachung der Regeln ist nicht spürbar. Es sind augenscheinlich keine Ordnungskräfte oder deren Einschreiten zu erkennen. Wenn man genau hinschaut fallen einem aber die überall präsenten Kameras auf. Singapur hinterlässt somit einen etwas zwiespältigen Eindruck. Die Ordnung gibt Sicherheit und Ruhe, es kommt aber nicht die besondere Atmosphäre oder das Flair vergleichbar mit Städten wie London, San Francisco oder Papeete (Tahiti) auf. Für uns war die Stadt ein spannender Kontrast auf der Reise, weniger emotional, dafür konsequent, durchdacht und in sich stimmig.