Den Omen mit seiner Hauptstadt Muskat hatten wir ursprünglich nicht auf unserem Reiseplan. 12 Stunden Flug von Bangkok nach Deutschland waren uns aber zu lang. Deshalb haben wir auf der Karte nachgesehen, welches Ziel auf halben Weg liegt. Die meisten der Länder sollte man zur Zeit nicht bereisen. Wir stießen auf den Oman. Politisch und wirtschaftlich stabil, gemäßigte moslemische Vorschriften, gastfreundlich und aufgeschlossen gegenüber Touristen. Der Orient bringt außerdem eine weitere Facette in unsere Weltreise. Um das Land besser kennenzulernen hatten wir auch für den Oman eine Tour mit Guide gebucht. Nach einer kleinen Eingewöhnung in Muskat ging es dann am 14. Februar los. Unser Guide Ali, 26 Jahre jung, holte uns vom Hotel ab. Die ersten beiden Tage zeige er uns Muskat.
Unser erster Weg führte uns zum Mutrah Fort. Von oben bot sich ein weiter Blick über den Hafen und die Bucht. Auf der anderen Seite Mutrah und dahinter die karge Berglandschaft.
Nur wenige Schritte entfernt liegt der Mutrah Souq. Enge Gassen, Gewürze, Stoffe, Gold, Silber und Weihrauch. Die Händler sind nicht zu aufdringlich, vieles wirkt ruhig und geordnet, eine sehr angenehme Atmosphäre die uns gefiel. Eine kleine Abbrennstation und etwas Weihrauch mussten wir natürlich mitnehmen.
Am zweiten Tag besuchten wir die Sultan-Qabus-Moschee. Die Architektur ist klar, hell und weitläufig. Große Innenhöfe, typische Moscheen Türme, fein gearbeitete Details alles aufeinander abgestimmt und aus edlem Materialien. Ein starker Kontrast zu den budistischen Tempeln in Thailand. Auch die großflächigen Außenanlagen sind sehr gepflegt und bestückt mit vielen großen blühenden Beeten.
Ähnlich das Royal Opera House Muscat, Symbol eines modernen, Kultur bewussten Omans. Auch hier dominieren helle Steinflächen und klare Linien. Beide Anlagen wurden erst vor ca. 20 Jahren erbaut und vollständig vom Sultan finanziert.
In Old Muscat besuchten wir den Al-Alam-Palast, flankiert von historischen Festungen. Der Palast selbst ist nur von außen zugänglich, wirkt farbenfroh und fast zurückhaltend im Vergleich zu anderen Herrscherresidenzen.
Maskat ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Auch die neuen Bauprojekte zeigten eine klare orientalische Architektur. Hochhäuser dürfen nicht mehr als 10 Stockwerke haben. Die Ordnung und Sauberkeit erinnerte uns ein wenig an Singapur. Dem Oman scheint nach unseren ersten Eindrücken der Spagat zwischen Tradition und Moderne gut zu gelingen.





