Antike Falaj-Systeme auf dem Saiq-Plateau

Nach dem Wüstenerlebnis ging es heute in die Berge. Im Mittelpunkt standen dabei die traditionellen Falaj-Bewässerungssysteme. Dabei fließt das Quellwasser über schmale, offene Kanäle mit natürlichem Gefälle zu den Feldern. Ohne Pumpen, ohne moderne Technik, nur durch sorgfältige Planung und gemeinschaftliche Organisation. Teile dieser jahrhundertealten Anlagen gehören seit 2006 als „Aflaj Irrigation Systems of Oman“ zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese Anlagen ziehen sich durch die gesamte Gebirgslandschaft im Oman.
Wir besuchten erst das alte Dorf Birkat Al Mouz. Dann ging es hoch zum Saiq-Plateau auf 1800 m.
Auf dem Plan stand heute für uns eine Wanderung zwischen den Dörfern Al Aqr, Al Ayn und Ash Shirayjah an. Entlang alter Steinwege, den Bewässerungskanälen und den kleinen Parzellen mit Granatapfelbäumen, Rosenfeldern und Gemüsegärten.
Die Häuser der Dörfer schmiegen sich an den Hang, manche bewohnt, andere halb verfallen.
Da auch der heutige Weg nicht ganz einfach an den steilen Bewässerungshängen verlief, hatte Ali einen einheimischen Kollegen engagiert der uns begleitete und Ali uns am Ende der Wanderung mit dem Auto abholte, so dass wir den Weg nicht wieder zurück gehen mussten. Eine gute Maßnahme nach den Erfahrungen vom Wadi-Shab.
Hanging Terraces, hieß unsere Unterkunft. Der Name war Programm. Eine schöne historisches Gebäude am Hang. Von dort konnten wir den Sonnenuntergang genießen und hatten nochmal einen schönen Ausblick auf unseren heutigen Wanderweg.