Übernachten im Wüstencamp

Die Fahrt am Dienstag, den 17. Februar, führte uns nach Sur, einer Küstenstadt mit langer Seefahrertradition. In der Werft entstehen hier noch immer die berühmten Dhows, traditionelle Holzschiffe, die früher bis nach Indien und Ostafrika segelten. In der offenen Werkhalle wird Holz gebogen, geschliffen und zusammengesetzt, vieles noch in Handarbeit. Am Leuchtturm von Sur hatten wir einen weiten Blick über das Meer und die Bucht. Danach ging es weiter in die Wüste Wahiba Sands den Höhepunkt des Tages. Bevor wir die Teerstraße verließen wurde noch der Reifendruck vom Jeep reduziert und dann fuhren wir 17 km über die Sandpiste. Ulrike durfte auch ein Stück mit 80 km/h durch die Wüste brettern. Unser Camp lag mitten in den Dünen, etwa zehn einfache Zelte, jedes mit Teppich ausgelegt und mit Betten ausgestattet. Kein Luxus, aber genau das machte den Reiz aus. Rundherum nichts als Dünen, Wind und Weite. Wir machen einen Spaziergang über die Dünen. Irre, wie ich es bisher nur aus Filmen kannte. Ali hatte vorab bei einem Beduinen, für einen kurzen Ausritt 2 Kamele bestellt. Wenn man schon mal hier ist musste das sein. Luca und ich stiegen auf, Ulrike machte die Fotos. Danach wurde es deutlich dynamischer. Mit einem Jeep ging es wild die Dünen hinauf und hinunter. Ganz schön hoch und steil. Der Fahrer wusste (so hofften wir) was er tat. Kurz vor Sonnenuntergang hielten wir auf einer Dünenerhöhung mit weitem Blick an. Die Sonne tauchte den Sand in warme Gold- und Orangetöne. Ein Moment, der lange nachwirken wird. Am Abend saßen wir am Lagerfeuer, es wurde Brot gebacken und verteilt. Danach genossen wir ein einfaches, aber leckeres Abendessen, frisch im Camp zubereitet und hatten noch Zeit uns mit den anderen Gästen, wir waren zu zwölft, auszutauschen. Ein toller Abend! Dann ging es in unser Zelt. Die Temperaturen waren unter einem klarer Sternenhimmel mittlerweile deutlich gefallen.

Unser Aufenthalt im Wüstenlager mit Übernachtung, war eines der intensivsten Erlebnisse unserer Reise.