Nizwa – Ramadan, Fort und Viehmarkt

Am Donnerstag den 19. Februar beginnt in diesem Jahr im Oman der Ramadan. Tagsüber darf dann nicht gegessen und getrunken werden. Was wir nicht wussten, alle Restaurants und Cafés haben dann geschlossen und öffnen erst nach Sonnenuntergang. Auch Nicht-Moslems dürfen dann in der Öffentlichkeit nicht essen und trinken. In nichtöffentlichen Räumen oder auch im Auto ist es erlaubt. Schon unser Frühstück bekamen wir deshalb als Box auf unser Hotelzimmer.
Heute führte uns unsere Fahrt weiter nach Nizwa, eine der geschichtsträchtigsten Städte im Oman. Für unsere Mittagessen kauften wir im Supermarkt ein. Gegessen wurde später im Hotelzimmer. Wir wohnten in der Altstadt, zwischen Lehmhäusern und schmalen Gassen. Von dort aus erkundeten wir das beeindruckende Nizwa Fort mit seinem markanten Rundturm. Die massiven Mauern und der weite Blick über die Stadt erzählen von einer Zeit, in der Nizwa religiöses und politisches Zentrum des Landes war. Direkt daneben liegt das historische Schloss. Zusammen bilden sie das Herz der alten Stadt. Im angrenzenden Nizwa Souq schlenderten wir dann durch die Marktstände, die in historischen Gebäuden aufgebaut sind. Auch hier war der Ramadan spürbar. Ruhiger Betrieb am Tag, vorbereitende Einkäufe für das abendliche Fastenbrechen. Ich legte mir die typische Kopfbedeckung der Männer im Oman zu.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker früh. Um 7 Uhr begann der berühmte Viehmarkt von Nizwa. In einem offenen Rund versammelten sich Händler und Käufer, vor allem für Ziegen und Rinder. Tiere wurden im Kreis geführt, Preise zugerufen, begutachtet, verhandelt. Es war ein reges Treiben. Das gleiche galt für den morgendlichen Markt. Um diese Zeit waren noch wenige Touristen unterwegs. Zwischen dem Markttreiben, den vielen Einheimischen und den historischen Gebäuden fühlten wir uns heute im Orient, wie man ihn sich vorstellt.