Autor: Detlev Kuschke

  • Auf der linken Straßenseite zur Nordküste

    Dienstag 9. September.
    Heute hieß es: Abschied von Edinburgh und mit dem Auto Richtung Nordküste.
    Nun wartet die Herausforderung Linksverkehr auf uns. Ulrike hat sich bereit erklärt das Fahren zu übernehmen. Sie hat schon Erfahrungen damit, auch wenn die schon lange zurückliegen. Ich bin froh und dankbar dafür. Irgendwie verursacht der Linksverkehr bei mir immer noch einen Knoten im Kopf.

    Die Straße führte uns durch die Berge, vorbei an Hügeln, Tälern und weiten Ausblicken, die immer wieder zum Anhalten verlockten und uns begeistern. Die Landschaft wirkt auf uns wie die Heide, nur mit viel Berg.
    In Blairgowrie and Rattray legten wir einen Stopp ein, um einzukaufen. Heute wollen wir einmal selbst kochen – ein gemütlicher Abend im Ferienhaus statt Pub oder Restaurant. Frisches Gemüse, Pasta und ein paar schottische Spezialitäten wanderten in den Korb.
    Auf dem Weg machten wir außerdem Halt beim Balmoral Castle, dem Sommersitz der königlichen Familie. Da Familiemitglieder Vorort sind, darf die Anlage nicht besucht werden. Ein freundlicher Polizist macht uns darauf aufmerksam, dass in Kürze ein königlicher Konvoi erwartet wird. Den warten wir aber nicht ab. Das ist auch gut so den anschließend werden die Straßen noch schmaler und kurvenreicher – Einspurstraße mit Ausweichstellen!
    Am Abend erreichten wir schließlich unser Ziel: einen Ferienpark bei Lossiemouth direkt an der Nordküste. Nach einem langen Tag auf der Straße freuten wir uns auf ein einfaches Abendessen – selbst gekocht und den tollen Blick aufs Meer.

  • Aufstieg zum Arther’s Seat – Edinburgh von oben

    Als ich auf unsere Busfahrt am Samstag den Berg Arthurs Seat gesehen hatte war mir klar, da muss ich rauf! Und dann war auch noch gutes Wetter vorhergesagt. Ulrike und Luca wollten lieber auf die Burg. So unternahmen wir heute mal getrennt etwas.

    Schon vom Stadtzentrum aus sieht man den markanten Hügel. Arthur’s Seat ist ein erloschener Vulkan im Herzen von Edinburgh, der sich über die Dächer erhebt – und ich war neugierig auf den Blick von oben. Der Weg hinauf begann gemächlich, wurde dann aber schnell steiler. Zwischen Grasflächen, Felsen und kleinen Pfaden zeigte sich immer wieder ein Blick zurück auf die Stadt: die Türme, die Burg, und in der Ferne das glitzernde Meer. Oben angekommen, lohnte sich der Anstieg doppelt: ein 360-Grad-Panorama über Edinburgh, Leith und die Küste. Dazu Sonnenschein, eine leichte Brise und das Gefühl, einmal ganz über der Stadt zu stehen. Der Abstieg führte mich über einen anderen Pfad zurück, vorbei an Wiesen und Picknickdecken. Arthur’s Seat ist nicht nur ein Hügel – er ist ein kleines Stück Freiheit mitten in der Hauptstadt. Ein perfekter Ausflug, um die Stadt aus einer neuen Perspektive zu erleben.

    Unten in der Stadt am Grassmarket treffen wir uns wieder bei einer Tasse Kaffee und tauschen uns über unsere Eindrücke aus.

  • Edinburgh – zwischen Markt, Schloss und Meer

    Edinburgh begrüßte uns mit strahlendem Spätsommerwetter – die Stadt zeigte sich von ihrer besten Seite. Unser Tag begann mit einem Spaziergang über den Farmers’ Market, vorbei an duftendem Gebäck, Käse und frischem Obst. Von dort ging es weiter hinauf zum majestätischen Edinburgh Castle, das hoch über der Stadt thront. In der Innenstadt stießen wir auf eine Demonstration für die schottische Unabhängigkeit. Fahnen, Musik und Stimmen füllten die Straßen – ein Stück aktueller Geschichte, direkt erlebbar zwischen den alten Mauern der Stadt. Am Nachmittag stiegen wir am Waterloo Place in den Hop-on-Hop-off-Bus. Die große Runde führte uns durch die Stadt hinaus bis nach Newhaven, wo wir im alten Fischmarkt eine Pause einlegten. Danach folgte noch eine gemütliche Runde durch das geschichtsträchtige Leith, das Hafenviertel mit seinen Kanälen und Brücken. Ein Tag voller Kontraste: vom geschichtsträchtigen Schloss bis zum Meer, von politischen Stimmen bis zu ruhigen Hafenstraßen – Edinburgh in seiner ganzen Vielfalt. Wir fühlten uns teilweise wie in einer anderen Welt oder Filmkulisse.

  • Von Notting Hill zu ABBA Voyage

    Heute am Donnerstag, den 4. September nahmen wir den roten Doppeldeckerbus und fuhren nach Notting Hill. Meinten wir jedenfalls. Bis wir merkten, dass wir in die falsche Richtung eingestiegen waren. Aber kein Problem. Stop drücken, aussteigen, die Straßenseite wechseln und nach 3 Minuten geht es in die richtige Richtung. Schon die Fahrt mit dem Doppeldecker hatte ihren Charme: oben in der ersten Reihe, vorbei an viktorianischen Häusern und kleinen Straßencafés. Ziel war der Portobello Road Market, wo es von bunten Ständen, Antiquitäten und Straßenmusik nur so wimmelte. Ein kleines Highlight: die berühmte blaue Tür – bekannt aus dem Film „Notting Hill“.

    Am Abend wechselten wir das Programm und fuhren mit der Underground zur ABBA Voyage Show. Die Atmosphäre dort war etwas ganz Besonderes – von der ersten Minute an Energie, Lichter und Musik, die das Publikum mitriss. Kaum zu glauben, dass es sich um digitale Avatare handelt – die Illusion war perfekt.Ein Tag voller Gegensätze: bunte Straßenmärkte am Nachmittag, Pop-Legenden am Abend.

    Das war nochmal ein super Abschluss in London.

    Morgen Mittag geht es mit dem Zug weiter nach Edinburgh. Ab 18.00 Uhr streikt dann die Underground in London für eine Woche!!! Glück gehabt.

  • Muss unterwegs auch sein

    Kann auch zu einem Erlebnis werden. Waschsalon in London Paddington!!

  • London – von Piccadilly bis Buckingham


    Dienstagnachmittag den 2. September machten wir uns mit der Underground auf den Weg zum Piccadilly Circus. Von dort spazierten wir weiter zum Trafalgar Square, wo das bunte Treiben der Stadt besonders lebendig wirkte. Unser Ziel war das London Eye – und zu unserer Überraschung gab es kaum Andrang. Ohne lange Schlange stiegen wir ein und teilten uns die Kabine nur mit einer kleinen Gruppe. Von oben bot sich ein fantastischer Blick über die Stadt.
    Am Mittwoch wechselten wir das Verkehrsmittel: Diesmal ging es mit dem roten Doppeldeckerbus zum Buckingham Palace. Um 11 Uhr erlebten wir die Wachablösung – präzise Schritte, Uniformen in leuchtendem Rot, begleitet vom Rhythmus der Musik. Dazu wehte die königliche Flagge: ein Zeichen, dass der König tatsächlich im Palast war.
    Nach dem Spektakel spazierten wir zurück Richtung Paddington, quer durch den Hyde Park. Sonne, Grün und das entspannte Londoner Tempo machten den Rückweg zu einem besonderen Erlebnis.

  • Bürozeit im Pub

    Andere sitzen im Großraumbüro – wir sitzen im Pub. Statt Drucker gibt’s hier Zapfanlage, statt Kantine Fish & Chips, und die einzige Deadline ist der Happy Hour-Beginn.
    Heute also: Laptop auf den Holztisch, Kaffee statt Bier (vorerst), WLAN vom Wirt – und schon wird der Pub zum Co-Working-Space der besonderen Art. Wir tippen am nächsten Blogeintrag, beantworten E-Mails und überweisen sogar Rechnungen. Muss leider auch auf der Weltreise sein. Die Post scannt unsere Briefe und verschickt sie per E-Mail.

    Arbeiten auf Reisen? Geht – und zwar erstaunlich gut. Und das Beste: Der Feierabend? Praktischerweise nur einen Tresen entfernt. 🍻

  • Tag 5: London entdecken – Unterwegs mit Underground, Bus & Füßen

    Der zweite Tag beginnt früh – aber entspannt. Wir machen uns mit der London Underground vertraut, und es klappt erstaunlich reibungslos. Mit der Circle Line fahren wir gemütlich bis Tower Hill. Unser erstes Ziel: London Bridge. Wir gehen hinauf auf die Brücke und genießen die phantastische Aussichten auf die Stadt und freuen uns darüber, dass es heute angenehm ruhig ist – kein Gedränge, keine Gruppen mit Selfiesticks. Einfach Zeit und Raum, um die Stadt wirken zu lassen.

    Später steigen wir um auf einen roten Doppeldeckerbus und lassen uns durch die Straßen Richtung London Eye kutschieren – klassisch oben, erste Reihe. Leider ist das berühmte Riesenrad heute außer Betrieb – ein technischer Defekt. Schade, aber London ist London: es gibt genug zu sehen, auch vom Boden aus. Also schlendern wir weiter entlang der Themse, über die Brücken, vorbei an Straßenmusikern und Fressständen – bis wir schließlich beim Westminster Palace ankommen. Beeindruckend wenn man es zum ersten mal live sieht. Ein langer Spaziergang, viele Eindrücke – und das Gefühl: Wir sind mittendrin.

  • Mit dem Eurostar nach London

    Heute, 31.August, ging es früh los: Um 8:59 Uhr saßen wir im Eurostar ab Brüssel, der uns in nur 2,5 Stunden direkt ins Zentrum von London brachte. Die Fahrt war angenehm ruhig – genau richtig, um mit Kaffee wach zu werden und aus dem Fenster zu schauen, während Landschaften und Tunnel vorbeiziehen.

    Nach der langen, teilweise stressigen Vorbereitung merken wir: So langsam können wir loslassen. Die To-do-Listen rücken in den Hintergrund, wir schalten innerlich um – ankommen im Reisemodus.

    Unser Hotel liegt in Paddington, in einem alten, charmanten Eckgebäude. Unten ein klassischer englischer Pub, oben unser Zimmer. Der Weg dahin? Eine ziemlich steile Holztreppe in den zweiten Stock – mit Gepäck eine kleine Herausforderung, aber dafür fühlt es sich gleich echt britisch an. Das Wetter meinte es gut mit uns: Sonnig, mild, fast sommerlich. Also haben wir nach dem Einchecken nicht lange gezögert und sind gleich rüber in den Hyde Park spaziert – frische Luft, viel Grün und Nachmittagssonne inklusive.

    Fazit: Ein entspannter erster Tag – und ein vielversprechender Anfang unserer London-Tage.

  • Zweiter Tag in Brüssel

    Europaparlament und Riesenrad stehen heute auf dem Programm. Die EU Gebäude liegen nahe am Zentrum wie ein eigener Stadtteil in die Stadt integriert. Am Wochenende ist auf dem Gelände wenig los.

    Das Riesenrad liegt auf einer Anhöhe und wir hatten einen super Überblick über die Stadt.

    Zum Abschluss waren wir, heute bei Sonnenschein, nochmal auf dem Grand Place. Wir sind begeistert und werden ihn bestimmt in Erinnerung behalten.