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  • Wadi Shab – schön, aber anstrengend

    Heute ging es raus aus Muskat durch die Berge ans Meer Richtung Tiwi mit einer Wanderung im Wadi Shab. Das Wadi Shab gilt als eines der schönsten Täler im Oman, und landschaftlich ist es das auch. Zwischen hohen Felswänden schlängelt sich ein türkisfarbener Wasserlauf, Palmen setzen grüne Akzente in der sonst kargen Umgebung, und es gibt türkisfarbenen Wasserbecken, in denen man schwimmen kann. Gerade diese natürlichen Pools machen den Reiz des Tales aus. Für uns war die Wanderung jedoch länger und anstrengender als erwartet. Der lange Weg über Geröll, enge Wege, steilen Abgrund, große Steine, die Hitze und die vielen Besucher forderten mehr Kraft und Aufmerksamkeit als gedacht. Ali, unser Guide wollte uns unbedingt bis zum oberen Becken führen. Dort badeten wir schließlich mit vielen anderen in recht beengter Atmosphäre. Das erste Wasserbecken, andem wir am Anfang des Tals vorbei gekommen waren, gefiel uns deutlich besser. Auf dem Rückweg nahmen wir uns dort noch einmal Zeit, das klare Wasser und die ruhigere Stimmung zu genießen. Mit weniger Menschen im Wasser wirkte der Ort plötzlich ganz anders, entspannter und näher an dem, was wir uns erhofft hatten.
    Wir mussten feststellen, dass auch im Oman schöne Orte kein Geheimtipps mehr sind.

  • Muskat

    Den Omen mit seiner Hauptstadt Muskat hatten wir ursprünglich nicht auf unserem Reiseplan. 12 Stunden Flug von Bangkok nach Deutschland waren uns aber zu lang. Deshalb haben wir auf der Karte nachgesehen, welches Ziel auf halben Weg liegt. Die meisten der Länder sollte man zur Zeit nicht bereisen. Wir stießen auf den Oman. Politisch und wirtschaftlich stabil, gemäßigte moslemische Vorschriften, gastfreundlich und aufgeschlossen gegenüber Touristen. Der Orient bringt außerdem eine weitere Facette in unsere Weltreise. Um das Land besser kennenzulernen hatten wir auch für den Oman eine Tour mit Guide gebucht. Nach einer kleinen Eingewöhnung in Muskat ging es dann am 14. Februar los. Unser Guide Ali, 26 Jahre jung, holte uns vom Hotel ab. Die ersten beiden Tage zeige er uns Muskat.
    Unser erster Weg führte uns zum Mutrah Fort. Von oben bot sich ein weiter Blick über den Hafen und die Bucht. Auf der anderen Seite Mutrah und dahinter die karge Berglandschaft.
    Nur wenige Schritte entfernt liegt der Mutrah Souq. Enge Gassen, Gewürze, Stoffe, Gold, Silber und Weihrauch. Die Händler sind nicht zu aufdringlich, vieles wirkt ruhig und geordnet, eine sehr angenehme Atmosphäre die uns gefiel. Eine kleine Abbrennstation und etwas Weihrauch mussten wir natürlich mitnehmen.

    Am zweiten Tag besuchten wir die Sultan-Qabus-Moschee. Die Architektur ist klar, hell und weitläufig. Große Innenhöfe, typische Moscheen Türme, fein gearbeitete Details alles aufeinander abgestimmt und aus edlem Materialien. Ein starker Kontrast zu den budistischen Tempeln in Thailand. Auch die großflächigen Außenanlagen sind sehr gepflegt und bestückt mit vielen großen blühenden Beeten.

    Ähnlich das Royal Opera House Muscat, Symbol eines modernen, Kultur bewussten Omans. Auch hier dominieren helle Steinflächen und klare Linien. Beide Anlagen wurden erst vor ca. 20 Jahren erbaut und vollständig vom Sultan finanziert.

    In Old Muscat besuchten wir den Al-Alam-Palast, flankiert von historischen Festungen. Der Palast selbst ist nur von außen zugänglich, wirkt farbenfroh und fast zurückhaltend im Vergleich zu anderen Herrscherresidenzen.

    Maskat ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Auch die neuen Bauprojekte zeigten eine klare orientalische Architektur. Hochhäuser dürfen nicht mehr als 10 Stockwerke haben. Die Ordnung und Sauberkeit erinnerte uns ein wenig an Singapur. Dem Oman scheint nach unseren ersten Eindrücken der Spagat zwischen Tradition und Moderne gut zu gelingen.

  • Abschluss in Chiang Mai

    Unser erster Weg führte uns heute zum Wat Phra Lat, einem Tempel, der etwas abseits der bekannten Routen liegt. Den Tipp hatten wir von einem deutschen Ehepaar in Koh Samui bekommen und wir konnten Tanya unseren Guide davon überzeugen dafür den vorgesehenen Tempel auszulassen.
    Wat Phra Lat liegt im Wald am Berg Doi Suthep und wirkt deutlich ursprünglicher als viele der großen Anlagen. Moose, alte Mauern, kleine Schreine, fließendes Wasser und ein Mediationsgebäude, dass uns an Indiana Jones Filme erinnerte. Nicht so pompös wie viele der anderen gold glänzenden Tempelanlagen. Wir genossen die Atmosphäre mit den Licht- und Schatteneffekten an diesem Vormittag.

    Mit Natur ging es dann weiter. In einer Orchideen- und Schmetterlingsfarm zeigte sich die tropische Pflanzen- und Insektenwelt von ihrer farbenfrohen Seite. Orchideen in allen Formen und Farben, dazwischen Schmetterlinge in geschützten Bereichen. Ulrike war in ihrem Element und konnte reichlich Blütenfotos schießen.

    Am Nachmittag tauchten wir ein in das lebhafte Treiben eines Chiang-Mai-Marktes. Stände mit Obst, Gemüse, Gewürzen, Blumen, getrockneten Fischen oder auch Bambuswürmern, sowie Kleidung und Alltagsgegenständen. Der Markt wird bevorzugt von Einheimischen besucht. Und blieb nur ein paar kleine Mitbringsel einzukaufen. Wir müssen an das Gewicht unseres Gespräches für den Weiterflug denken.

    Damit ging unsere Nordthailand Rundreise zu Ende. Wir durften einen weiteren Teil Thailands kennenlernen. Städte, Landschaften und Menschen. Ohne Tanya, unseren Guide,  hätten wir vieles nicht entdeckt oder erfahren. Chai, unser Fahrer für die Rundreise, hat uns sicher durch den nicht einfachen und für uns gewöhnungsbedürftigen Verkehr chauffiert. Dafür sind wir beiden von Herzen dankbar.

  • 4. Tag: Chang Rai – Chang Mai

    Die Fahrt von Chiang Rai nach Chiang Mai führte uns quer durch den bergigen Norden Thailands. Grosse Teile der Strecke sind eine riesige Baustelle, da hier eine vierspurigen Verbindung zwischen den Städten entsteht. Die Bauarbeiten dauern schon viele Jahre an und werden von den Einheimischen schon als Sieben-Generationen Projekt bezeichnet.

    Ein erster Halt war der Wat Rong Khun, besser bekannt als der Weiße Tempel. Die Anlage wurde von dem thailändischen Künstler und Architekten Chalermchai Kositpipat entworfen und größtenteils aus eigenen Mitteln finanziert. Seit den späten 1990er-Jahren entsteht hier Schritt für Schritt ein Gesamtkunstwerk, das traditionelle buddhistische Symbolik mit den Stil des Künstlers verbindet. Ganz in weiß und mit sehr viel Schnörkel, dass war nicht unser Geschmack. Gleich nebenan wurde noch ein Tempel für die hinduistischen Gläubigen im klassischen Gold gebaut.

    Weiter ging es zu heißen Quellen, wo das Wasser als Fontäne aus dem Boden aufsteigt. In dem Wasserbecken können Eier gekocht werden, die auch in kleinen Körbchen verkauft werden. Wir badeten unsere Füße in dem etwas abgekühlten Wasserläufen.
    Kurz vor Chiang Mai besuchten wir mehrere Manufakturen, die Einblicke in traditionelles Handwerk geben. In einer Papierschirm Fabrik wurden Schirme aus handgeschöpftem Papier gefertigt und bemalt. Heute dient die Produktion oft eher zu Dekorationszwecken.
    Ähnlich war der Eindruck in einer Kautschukverarbeitung, wo schwarzer Naturkautschuk gezeigt wurde. Auch hier steht weniger industrielle Massenproduktion im Vordergrund, sondern das Erklären eines Materials, das in Nordthailand wirtschaftlich lange eine wichtige Rolle spielte. Heute werden vorrangig Kunstgegenstände damit lackiert und verziert. Zum Abschluss folgte der Besuch einer Seidenfabrik. Die Verarbeitung von Seide hat in Thailand eine lange Tradition und es wurde die Entstehung der Seide von der Raupe bis zum fertig gewebten Stoff gezeigt. Seide spielt heute wirtschaftlich nur noch eine Nebenrolle. Thailändische Seide gilt aber als Qualitätsprodukt und ist Teil nationaler Identität, besonders im Kunsthandwerk und bei traditioneller Kleidung. Vor allem im Nordosten (Isaan) und im Norden ist Seide eine Zusatz-Einnahmequelle für Familien und Dorfgemeinschaften. Wir fanden die handwerklichen Vorführungen sehr interessant und es war eine willkommene Abwechslung zu den vielen Tempelbesuchen.
    Zum Abschluss fuhren wir noch zum Bahnhof von Chiang Mai. Luca konnte noch die Abfahrt des Zuges nach Bangkok beobachten.

  • 3. Tag: Berge und Grenzgebiet von Thailand

    Am dritten Tag unserer Rundreise ging es von Chiang Rai in die Grenzregion. Hier prägen Berge, kurvige Straßen und ein kühleres Klima das Bild. Die Region ist landschaftlich reizvoll, zugleich aber stark von Geschichte, Migration und politischen Umbrüchen geprägt.
    Ein erster Stopp führte uns in ein sogenanntes „Union of Hills Tribe Village“. Diese Dörfer fassen verschiedene Bergvölker zusammen, deren Vorfahren aus Südchina, Myanmar und Laos in die abgelegenen Bergregionen kamen, teils freiwillig, teils auf der Flucht vor Konflikten. Dazu zählen auch die Longneck Frauen (Kayan), die durch die traditionellen Messingringe um Hals und Schultern bekannt sind. Gerade bei ihnen wird der ambivalente Charakter solcher Dörfer besonders deutlich. Für viele Frauen sind die Besuche von Reisenden eine wichtige Einnahmequelle, da andere wirtschaftliche Möglichkeiten fehlen. Gleichzeitig steht diese Form des Minderheiten-Tourismus seit Jahren in der Kritik. Traditionen werden sichtbar gemacht, aber oft auf ein äußeres Merkmal reduziert. Der kulturelle Alltag wird dabei vereinfacht und für Besucher zugänglich gemacht. Ein Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung, wirtschaftlicher Notwendigkeit und Inszenierung.

    In den Bergen rund um Doi Mae Salong wird die komplexe Geschichte der Region weiter sichtbar. Das Gebiet wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren von chinesischen Nationalisten besiedelt, die sich nach dem chinesischen Bürgerkrieg hier niederließen. Lange Zeit war die Region Teil des Opium- und Heroinanbaus, der vielen Familien das Überleben sicherte, aber ganze Landstriche abhängig machte. Staatliche Programme ersetzten den Anbau später unter anderem durch Teeplantagen, die heute das Landschaftsbild prägen.
    Am nördlichsten Punkt Thailands, nahe der Grenze zu Myanmar, wird die Randlage des Landes spürbar. Straßen, Grenzmarkierungen und militärische Präsenz erinnern daran, dass diese Region lange schwer kontrollierbar war.Im Goldenes Dreieck verdichten sich diese historischen Linien. Hier treffen Thailand, Laos und Myanmar am Mekong aufeinander. Über Jahrzehnte war das Gebiet eines der weltweit wichtigsten Zentren des Opium- und Heroinhandels. Heute ist es touristisch erschlossen, doch die Vergangenheit bleibt spürbar.

    Der Abschluss war heute eine Schnellbootfahrt auf dem Mekong. Auf dem schmalen Boot saßen wir hintereinander. Luca und ich fanden es super, Ulrike weniger. Auf dem hinteren Sitz wurde sie nass gespritzt und ekelte sich, den dass Wasser war braun und kurz nach dem Start trieb ein toter Hund vorbei. Aber wann hat man schon einmal die Möglichkeit auf dem berühmten Mekong Boot zu fahren und dabei auf dem Wasser durch drei Länder ohne Grenzkontrollen zu fahren. Angelegt haben wir natürlich wieder in Thailand.

    An diesem Tag konnten wir sehr viel über das Grenzgebiet im Norden von Thailands erfahren!

  • 2. Tag: Sukothai – Chiang Rai

    Nach dem Frühstück machten wir einen Morgenspaziergang durch den historischen Garten von Sukothai, deren Name wörtlich übersetzt „Morgenröte der Glückseligkeit“ bedeutet. Diese ehemalige Hauptstadt vergangener Dynastien ist eine der bedeutendsten historischen Stätten des Landes und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Tempel Wat Mahathat, Wat Sra Sri und Wat Sri Chum zeugen von der vergangenen Pracht und Größe dieser ehemaligen Königsstadt.

    Nächster Stopp war Den Chai mit dem berühmten liegenden Buddha des Wat Phra That Suton Tempels.
    Weiter ging es nach Phayao, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, die an einem schönen Binnensee liegt zum heutigen Ziel Chiang Rai. Nach zwei Tagen, 1000 km und vielen Eindrücken waren wir im Norden von Thailand angekommen und fielen nach dem Abendessen müde ins Bett.

  • Ökosystem Reisfeld

    Als wir die vielen Reisfelder in Thailand gesehen haben kam die Frage auf, ob es Tiere im Wasser der Reisfelder gibt. Und tatsächlich sind Reisfelder weit mehr als reine Agrarflächen. Sie funktionieren als temporäre Feuchtgebiete, in denen sich ein komplexes Ökosystem entwickelt. Neben Insektenlarven, Schnecken und Fröschen leben hier auch Fische. Häufig sind es kleine Süßwasserarten wie Karpfenverwandte, Welse oder Schlangenkopffische, die über Bewässerungskanäle einwandern oder gezielt eingesetzt werden. Für viele Familien sind sie eine wichtige zusätzliche Eiweißquelle.

    Diese Fische sind ein zentraler Bestandteil der Nahrungskette. Sie ernähren sich von Insekten und Larven und werden selbst von Reihern, Eisvögeln, Schlangen oder Waranen gefressen. Zusammen mit Fröschen stabilisieren sie das ökologische Gleichgewicht im Feld und tragen zur natürlichen Schädlingskontrolle bei.

    Für die Menschen, die in den Reisfeldern arbeiten, bringt diese Nähe zur Natur jedoch auch Risiken mit sich. Schlangen nutzen die Felder als Jagdgebiet, angelockt durch Frösche und Fische. Besonders während der Regenzeit sind Schlangenbisse eine reale Gefahr, da viele Reisbauern barfuß oder mit einfachem Schuhwerk im Wasser arbeiten.

    Zur Erntezeit werden die Reisfelder trockengelegt. Das Wasser verschwindet, Fische werden abgefischt, wandern über Kanäle ab oder überleben in Restgewässern. Das Ökosystem wird dabei nicht zerstört, sondern unterbrochen. Mit der nächsten Pflanzperiode und dem erneuten Fluten der Felder entsteht es erneut. Reisfelder folgen damit einem jährlichen Kreislauf, in dem Leben immer wieder neu entsteht.

    Wie lebendig dieser Kreislauf ist, unterscheidet sich jedoch deutlich von Land zu Land. In Vietnam, besonders im Mekong-Delta, sind Reisfelder oft dauerhaft oder mehrfach im Jahr geflutet. Dort existieren ausgeprägte Reis-Fisch-Systeme mit sehr hoher Artenvielfalt. Ganz anders ist die Situation in Ländern wie Japan oder Teilen von China. Dort ist der Reisanbau stark mechanisiert und kontrolliert. Reisfelder sind dort ökologisch deutlich ärmer, Fische und andere Tiere spielen kaum noch eine Rolle.

  • Bangkok – Sukothai

    Dienstag den 3. Februar starteten wir unsere 6-tägige Rundreise durch Nordthailand. Da wir diesmal nicht selber organisieren wollten und das selber fahren in Thailand auch nicht ganz ohne ist,  hatten wir uns einen Minivan mit Guide und Fahrer gebucht. Erster Stopp war in Ayutthaya, einer der ehemaligen Hauptstädte Thailands. Die Ruinen des Königstempels „Wat Phra Si Sanphet“ waren Vorlage für den Großen Palast in Bangkok.

    Danach in Saraburi im „Wat Phra Phutthabat“ gab es Buddhas heiligen Fussabdruck zu sehen.
    Lopburi mit dem Khmer-Tempel „Prang Sam You“ ist als Affenstadt bekannt. Da die Affen die Stadtbewohner tyrannisiert haben, wurden sie mittlerweile alle eingefangen und in den Nationalpark umgesiedelt. Zum Abschluss konnten wir uns noch ein Bild vom „schönsten“ Buddhas Thailands im „Wat Phra Si Ratana Mahathat“ Tempel von Phitsanulok machen. Beendet wurde die heutige Fahrt nach fast 500 km durch die endlose Reisfelder der sogenannten «Reisschüssel» des Landes mit dem Ziel Sukhothai.

  • Bangkok

    Nach Sonne, Meer und Strand in Koh Samui flogen wir weiter nach Bangkok. Die Stadt war nicht so laut, voll und chaotisch wie wir es uns vorgestellt hatten. Unser Hotel lag ca. 10 km vom Zentrum entfernt in sehr ruhiger Lage. Mit seinen Hochhäusern und Autobahnnetzen unterscheidet sich Bangkok mit seinen 10 Millionen Einwohnern nicht wesentlich von andern Großstädten. Unsere ersten beiden Tage nutzten wir gleich für typische Bangkok Aktivitäten.

    Am ersten Tag fuhren wir mit einem Longtailboot auf dem  Chao Phraya und durch kleinere Kanäle. Zwischen modernen Hochhäusern, Tempeln, schwimmenden Märkten, einfachen Holzhäusern, teilweise auch schon zusammengefallen, konnten wir uns einen Überblick von der Wasserseite aus machen.

    Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der klassischen Sehenswürdigkeiten. Wir konnten heute Luca davon überzeugen mit langen Hosen einige Tempelanlagen zu besuchen.
    Der Großer Palast beeindruckte mit seiner Größe, Detailfülle und der Mischung aus religiöser und königlicher Bedeutung. Viel Gold, viel Farbe, viel Symbolik und unterschiedliche Architektur. Ein Ort der fasziniert und den man bei einem Besuch in Bangkok gesehen haben muss.

    Das gleiche gilt auch für Wat Pho mit seinem liegenden Buddha.
    Der liegende Budda beeindruckt mit seinen fast 50 m Länge. Auch bei der weitläufige Tempelanlage kamen wir aus dem Stauen nicht heraus. Man kann nur erahnen welcher Aufwand notwendig ist,  um alle diese Anlagen in dem sehr guten Zustand zu erhalten. Luca konnte sich unserer Begeisterung nicht anschließen. Die anschließende Fahrt mit dem Tuk Tuk zum nächsten Food Market war schon eher nach seinem Geschmack.

  • Koh Samui – Glanz, Glaube und Alltag nebeneinander

    Dienstag, den 20. Januar auf Koh Samui angekommen ging es Luca nicht so gut. Er hatte Darm-Magen Probleme und musste erstmal 2-3 Tage auf dem Zimmer bleiben. Glücklicherweise hatten wir das Hotel für knapp 2 Wochen gebucht und mussten erstmal nicht reisen. Sonntag ging es dann wieder besser und wir unternehmen einen Ausflug um Koh Samui etwas kennen zu lernen.
    Koh Samui zeigte sich als eine Insel der Gegensätze. Auf der einen Seite stehen große Touristenresorts, perfekt gepflegt, abgeschirmt von der Außenwelt. Auf der anderen Seite liegen Tempelanlagen, offen zugänglich, und fest im Alltag der Menschen verankert. Dazwischen sahen wir die oft einfachen Wohnverhältnisse vieler Thais, die auf dieser Insel leben.
    Unser Ausflug begann an der weitläufigen Anlage des Wat Laem Suwannaram. Die Anlage ist beeindruckend, fast überladen mit Figuren, Farben und Symbolik. Sie wirkt wie ein touristischer Themenpark und ist gleichzeitig aber der religiöse Ort für die einheimischen Gläubigen. Am Wat Phra Yai mit seiner riesigen Buddha-Statue wird dieser Kontrast besonders deutlich. Während Besucher fotografieren, beten Einheimische still, oft nur wenige Meter entfernt. Religiöse Praxis und touristischer Blick treffen hier unmittelbar aufeinander.
    Ein Besuch in einer Elefanten-Schutzstation zeigte eine andere Facette des Tourismus. Hier wird bewusst auf Reiten und Shows verzichtet. Gleichzeitig bleibt auch dieser Ort Teil eines Systems, das ohne Besucher kaum existieren könnte. Ein Balanceakt zwischen Schutz, Aufklärung und wirtschaftlicher Abhängigkeit. Zwischen diesen Stationen fuhren wir durch Wohngebiete, die selten in Hochglanzbroschüren auftauchen. Einfache Häuser, teils improvisiert, liegen direkt neben luxuriösen Hotelanlagen oder stark frequentierten Straßen. Ein starker Kontrast, den man nicht übersehen kann. Auf der einen Seite die Touristen die nur auf Zeit vor Ort sind, auf der anderen Seite die Bewohner die auf und  von der Insel leben.
    Die beiden nächsten Stationen, die bekannten Großvater- und Großmutter-Felsen (Hin Ta Hin Yai) und der Na Mung Wasserfall, sind ein typisches Beispiel für die stark vermarktete Natur. Beliebte Ausflugsziele mit den entsprechenden Verkaufsständen. Am Wasserfall wird sogar noch das mittlerweile verbotene Elefantenreiten angeboten. Es wird genauso geduldete wie das Fahren der vielen Motorroller ohne Helm und Führerschein.
    Ein weiterer Halt führte uns zum Wat Khunaram. Dort sitzt der Mönch Luang Pho Daeng, der 1973 verstarb, bis heute in Meditationshaltung. Auf seinen eigenen Wunsch hin wird der Körper öffentlich gezeigt, als Erinnerung an Vergänglichkeit und Loslassen im buddhistischen Verständnis. Die Erhaltung ist auf natürliche Weise entstanden, nicht durch Einbalsamierung. Da die Augen im Laufe der Zeit verfielen, trägt die Mumie zum Schutz und für ein angenehmeres Erscheinungsbild eine Sonnenbrille.

    Koh Samui zeigte uns nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auch das Nebeneinander von Welten: Luxus und Einfachheit, Glaube und Geschäft, Inszenierung und Alltag. Ein Kontrast, der auch zum Nachdenken anregt.