Blog über unsere Weltreise

  • Nationalpark Khao Sok und Ratchaprapha-Stausee

    Von Khao Lak aus ging es früh morgens mit dem Minibus ins Landesinnere zum Khao Sok Nationalpark, einem der ältesten Regenwaldgebiete der Erde. Der Khao Sok Nationalpark ist geprägt von dichtem, ursprünglichem Regenwald, steilen Kalksteinfelsen, Flüssen und Seen. Teile dieses Waldes sind älter als der Amazonas und gehören zu den artenreichsten Regionen Thailands. Elefanten, Gibbons, Nashornvögel und zahlreiche Reptilien leben hier, auch wenn man die meisten eher hört als sieht. Auf der Fahrt dorthin fiel uns auf, dass außerhalb dieser Schutzgebiete das Land überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, wobei Ölpalmen und Kautschuk die wichtigsten Kulturen sind. Besonders der Anbau von Ölpalmen nimmt seit Jahren zu, da Palmöl ein bedeutender Rohstoff für Lebensmittel, Kosmetik und Energie ist und den besten Erlös erbringt. Am Straßenrand sahen wir auf der Fahrt viele frisch angelegte Ölpalm Plantagen. Der Übergang zwischen Regenwald und Plantage ist oft abrupt. Während Nationalparks streng geschützt sind, wurden frühere Misch- und Sekundärwälder bereits vor Jahrzehnten umgewandelt. Dadurch entsteht für Reisende ein scheinbar einheitliches „grünes“ Landschaftsbild, das ökologisch jedoch stark unterschiedliche Lebensräume umfasst.

    Unser erster Halt war an einem Fluss. Wir stiegen um auf ein Bambusfloß  und fuhren den Fluss entlang, mitten durch den Dschungel. Langsames Gleiten auf dem Wasser, üppiges Grün und gelegentliche Tierlaute. Eine schöne Stimmung, aus der wir nach einer Stunde durch das Anlegen und den Umstieg in den Minivan wieder gerissen wurden.
    Am Ratchaprapha Dam angekommen, wechselten wir auf ein Longtailboot und fuhren über den Ratchaprapha-Stausee. Der See entstand in den 1980er-Jahren durch den Bau eines Staudamms zur Stromerzeugung und Wassergewinnung. Große Flächen wurden damals überflutet, zurück blieb eine heute einzigartige Landschaft aus Wasser, Dschungel und steil aus dem See aufragenden Kalksteinfelsen. Ein sehr verzweigter See mit einer Größe von rund 165 Quadratkilometern. Die Landschaft erinnert an Filmwelten wie Avatar, auch wenn hier kein Drehort liegt. Zwischendurch legten wir am einer Tropfsteinhöhle und zum thailändischen Mittag an einem schwimmenden Hotel an. Ein weiterer Halt war die Badestelle der hier freilebenden Elefanten. Wir konnten sie ufernah im Unterholz hören, sie ließen sich aber leider nicht blicken.

    Auf der Rückfahrt mit dem Van machten wir Halt an einem Felsentempel, eingebettet in Kalksteinwände. Am vorbeifließenden Fluß werden von den Besuchern die Fische gefüttert, die sich dann zu Tausenden einfinden. Ein spannender Ausflug, der uns die vielfältigen Landschaften von Thailand zeigte.

  • Sonne, Strand und Besuch aus Hannover

    Als wir unsere Weltreise geplant haben wußten wir das wir nach Singapur eine längere Zeit in Thailand verbringen wollten. In den ersten Wochen sollte nach der langen Reise eine längere Phase Strandurlaub folgen. Thailand bietet sich dafür in den Wintermonaten wunderbar an. Unsere Nachbarn aus Hannover Monika und Marcus verbringen schon seit Jahren ihren Winterurlaub im Süden. So entstand im September letzten Jahres die Idee sich im Januar in Thailand zu treffen. Also Buchten wir für ein paar Tage das gleiche Hotel in Khao Lak. Eine tolle Idee: Besuch von den Nachbarn aus Hannover auf unserer Weltreise. Besonders Luca konnte es kaum abwarten seine Freundin Monika nach langer Zeit wieder zu sehen. Und so konnten wir ein paar Tage unter der thailändischen Sonne gemeinsam genießen.

  • Phang Nga Bay – Lagunen, Kalksteinfelsen und Filmgeschichte

    Nach dem wir in Khao Lak in Thailand angekommen waren genossen wir ersteinmal das schöne Wetter, den Strand und das Meer. Ein wenig Pause auf unserer langen Reise. Aber natürlich kam schon bald wieder der Drang auf, Thailand zu erkunden. Dazu nutzten wir einen  Schiffsausflug der uns in die Phang Nga Bay führte. Die Bucht liegt zwischen Phuket und dem Festland der Provinz Phang Nga und umfasst rund 400 Quadratkilometer. Über 100 Kalksteininseln ragen hier steil aus dem Wasser, viele davon senkrecht, dicht bewachsen und von kleinen Höhlen und Lagunen durchzogen. Charakteristisch für die Phang Nga Bay ist das ruhige, flache Wasser, das durch die geschützte Lage kaum Wellengang hat. Über Jahrtausende hat Erosion bizarre Felsformen geschaffen, die der Landschaft etwas fast Unwirkliches verleihen. Seit 1981 steht die Region als Nationalpark unter Schutz. Ein besonderes Erlebnis unserer Tour war die Kanufahrt in eine Lagune. In kleinen Booten glitten wir durch schmale Felsspalten und niedrige Höhlen, die sich nur bei passendem Wasserstand öffnen. Dahinter lagen stille Innenlagunen, umgeben von senkrechten Felswänden, Mangroven und dichtem Grün. Zurück an Bord erwartete uns ein auf dem Schiff gekochtes Buffet, während wir weiter die vorbeiziehende Landschaft genießen konnten. Ein weiterer Stopp führte uns zur berühmten James Bond Island. Die markante Felsnadel Ko Tapu wurde weltbekannt durch den Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Entsprechend belebt ist dieser Ort. Wir hatten heute Glück, es war verhältnismäßig wenig los. Trotzdem nur ein kurzer Stopp auf der Insel, um das Foto mit dem goldenen Colt zu schießen. Als wir vor dem berühmten Felsen standen konnten auch wir uns dem nicht entziehen.
    Zurück auf unserem Schiff machten wir unterwegs noch einen Badestopp. Mal wieder ein Tag zum Abklatschen!

  • Singapur Highlights

    Bei unserem 12-tägigen Aufenthalt hat uns Singapur beeindruckt und wir haben uns auch hier nach einiger Zeit schon ein wenig zu Hause gefühlt.  Singapur beeindruckt nicht nur durch einzelne Sehenswürdigkeiten sondern auch durch das Zusammenspiel von Stadtplanung, Architektur und auch Natur. Die Sehenswürdigkeiten sind dicht beieinander und wirken wie ein geplantes Gesamtkonzept. An einigen Stellen wird noch kräftig gebaut um scheinbar das Gesamtbild zu vervollständigen. Einzig das feuchtwarme Klima ist bei längerem Aufenthalt im Freien für uns Mitteleuropäer etwas anstrengend uns ermüdend. Es war wichtig zwischendurch immer mal wieder gekühlte Räume aufzusuchen. Nachts konnten wir nach den Anstrengungen immer gut und lange schlafen. Positiv überrascht haben uns die Preise. Im besonderen das Essen in den Food Courts oder unzähligen kleinen Restaurants und Straßenküchen war nach den Erfahrungen unserer zuletzt bereisten Länder sehr abwechlungsreich und angenehm günstig. Zudem gab es noch in der Nähe unseres Hotels einen Biergarten mit guter bayrischer Küche und einer Veltins Bierbude. Nicht ganz Singapur like, aber ab und zu eine willkommene Abwechslung zum asiatischen Essen. Nachfolgend einige Bilder zu den Sehenswürdigkeiten von Singapur:

    Singapur River and Merlion

    Habour Waterfront und Sentosa Island

    Singapur Flyer, Marina Bay Sands, und Super Trees

    MacRitchie – 7 km „Dschungel“ Wanderung mit Tree Top Walk

    China Town und Food Courts

  • Singapur – Ordnung, Vielfalt und Alltag

    Über Singapur wussten wir im Vorfeld unserer Reise wenig, außer das es verboten ist Kaugummi zu kauen, was übrigens auch stimmt! Deshalb ein paar Informationen zu der Stadt. Singapur ist ein Stadtstaat mit 6 Millionen Einwohnern und einer besonderen Geschichte. Aus einem britischen Handelsposten entwickelte sich seit der Unabhängigkeit 1965 ein globales Zentrum für Handel, Finanzen und Logistik. Politisch setzt Singapur auf Stabilität, klare Regeln und langfristige Planung. Gesellschaftlich ist die Stadt stark multikulturell geprägt, chinesische, malaiische, indische und westliche Einflüsse gehören selbstverständlich zum Alltag.
    Diese Vielfalt wird durch strenge Gesetze und durchdachte Integrationspolitik gefördert.
    Im täglichen Leben wirkt Singapur ruhig, organisiert und effizient. Der öffentliche Raum ist sauber, die vielen Grünflächen sind gepflegt, der Verkehr gut geregelt, die U-Bahn (MRT) und Busse sind eng getaktet und pünktlich. Große Menschenmengen bewegen sich geordnet, ohne Hektik oder Gedränge. Regeln scheinen akzeptierter Teil des Zusammenlebens zu sein. Gleichzeitig empfanden wir die Stadt nicht als unpersönlich. Die kulturelle Vielfalt zeigt sich in Essen, Sprachen und Religionen. Hawker Center, Parks und Straßenleben wirken lebendig, aber kontrolliert. Auffällig ist besonders die Sauberkeit im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten. Es liegt wirklich überhaupt kein Müll oder Dreck herum. Die Überwachung der Regeln ist nicht spürbar. Es sind augenscheinlich keine Ordnungskräfte oder deren Einschreiten zu erkennen. Wenn man genau hinschaut fallen einem aber die überall präsenten Kameras auf. Singapur hinterlässt somit einen etwas zwiespältigen Eindruck. Die Ordnung gibt Sicherheit und Ruhe, es kommt aber nicht die besondere Atmosphäre oder das Flair vergleichbar mit Städten wie London, San Francisco oder Papeete (Tahiti) auf. Für uns war die Stadt ein spannender Kontrast auf der Reise, weniger emotional, dafür konsequent, durchdacht und in sich stimmig.

  • Silvester in Singapur

    Silvester wollten wir das große Feuerwerk an Marina Bay in Singapur verfolgen. Um einen guten Platz möglichst nah an der Marina Bay zu ergattern fuhren wir schon Mittags in die Stadt um die Örtlichkeiten zu checken. Das war auch gut, da der Weg zur U-Bahn fast immer unterhalb einer großen Einkaufs-Mall liegt und der Weg dahin nicht immer einfach zu finden ist. Vor Ort an der Bay, auf der das Feuerwerk gezündet wird, ist das Wasser fast vollständig umbaut und die Plätze zwischen Wasser und Gebäuden sehr begrenzt. Abends fuhren wir dann mit der vollen U-Bahn (MRT) Richtung Marina Bay. Schon auf dem Weg hatten wir das Gefühl, dass hier alles selbstverständlich funktioniert, große Menschenmengen, aber keine Hektik, kein Drängeln. Wir kamen um 22.00 Uhr an. Die Plätze direkt am Wasser waren schon alle voll und abgesperrt. Wir fanden aber einen guten Platz auf der Raffles Avenue. Hier versperrte nur ein einstöckiges Gebäude den direkten Blick auf das Wasser. Zu unserer Überraschung begann das Feuerwerke schon um 23.10 Uhr. Das gehört aber zu einem  choreografischen Feuerwerks- Schauspiel, dass dann um Mitternacht seinen Höhepunkt hatte. Auch von unserem Standpunkt sehr beeindruckend.
    Um uns herum blieb alles erstaunlich entspannt. Die Menschen bewegten sich ruhig, niemand schob, niemand drängelte. Auch nach Mitternacht kamen wir ohne Probleme zurück, keine Staus, weder auf den Straßen noch auf dem Weg zur MRT. Alles floss, als wäre es geprobt.
    Besonders auffällig war für uns, was fehlte. Kein Alkohol zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr in der Öffentlichkeit, keine privaten Böller oder Raketen, kein Lärm abseits des offiziellen Feuerwerks, kein Müll und saubere Straßen. Es waren auch auch keine Polizei oder Krankenwagen Sirenen zu hören. Für uns war dieses Silvester anders als vieles, was wir bisher kannten. Weniger laut, dafür sehr eindrucksvoll, ein Jahreswechsel, der durch Rücksicht, Disziplin und Ruhe geprägt war. Anstoßen mit Alkohol geht natürlich auch, in Restaurants, Bars und in den eigenen vier Wänden. Vielleicht können wir uns in Deutschland da etwas für die Zukunft abschauen.

  • Französisch Polynesien unter der Haut

    Einige Tage sind bereits vergangen, seitdem wir Tahiti und Französisch Polynesien verlassen haben. Und eines ist klar, dieser Abschnitt, diese 4 Wochen unserer Reise, werden besonders in uns haften bleiben. So nachhaltig beeindruckt sind wir von dem Land, den Menschen, der Natur, den Traditionen.

    Und gerade diese Traditionen versucht die Bevölkerung der Inseln wieder aufleben zu lassen. Durch die Verbote in der damaligen Kolonialzeit gerieten viele Tänze, Lieder und Rituale in Vergessenheit. Es kam uns bei den zahlreichen Aufführungen, die wir auf der Aranui und den Inseln gesehen haben, nicht ein einziges Mal auch nur ansatzweise so vor, dass hier nur für Touristen getanzt und gesungen wird. Im Gegenteil. Mit Freude und Hingabe wurde Kultur präsentiert! Oft tanzten schon die kleinen Kinder mit. Und wenn wir Gäste zum Tanzen aufgefordert wurden, dann nicht um uns mit unseren steifen Hüften bloß zu stellen, sondern um uns in die Stimmung und die Magie mitzunehmen. Bei mir hat das geklappt. Bei den Männern auch. So mancher hat die archaischen Schreie der Polynesier aus tiefster Seele in den Abendhimmel geschrien!

    Eine weitere kulturelle Bedeutung haben Tattoos in französisch Polynesien.
    Das Wort „Tattoo“ stammt vom polynesischen „tatau“ und wurde durch europäische Seefahrer (u. a. James Cook) bekannt. Tätowierungen waren heilig und hatten tiefe soziale und spirituelle Bedeutung. Tattoos dienten unter anderem
    als Identitätsmerkmal, zur Kennzeichnung des sozialen Status, als spiritueller Schutz und zur Darstellung von Mut, Stärke und Wissen. Im 19. Jahrhundert verboten Missionare das Tätowieren aber seit den 1980er Jahren erfährt diese Kultur eine Renaissance und ist ein wichtiges Symbol kultureller Identität und des Stolzes. Viele Tätowierer verbinden heute traditionelle Symbolik mit moderner Tattoo-Kunst.
    Ein polynesisches Tattoo ist daher nicht nur Schmuck, sondern eine Geschichte auf der Haut. Auch auf meiner!

    Ich wusste, dass es auf dem Schiff ein Tattoo-Studio gibt und ich hatte mich vorher schon mit Tätowierungen, eigentlich in Verbindung mit Hawaii, beschäftigt. Diese haben ihren Ursprung allerdings in französisch Polynesien. Mir war klar, dass es hier nicht um ein Bild auf der Haut geht. Eher ein Statement. Klar war einzig die Stelle: Schulter. Vielleicht hätte ich mich nicht getraut, wenn nicht Tanja, die ich auf dem Schiff kennengelernt habe, Vorreiter gewesen wäre!!! Moano, der Tätowierer, gab mir zwei Bücher (sogar in deutscher Sprache) mit vielen Bildern und Informationen. Und ich verfasste eine Aufstellung mit Dingen, die ich liebe und was mir wichtig ist. Heute und für die Zukunft. Mit dem, was dann entstanden ist, habe ich bewusst nicht viel zu tun. Da hat der Künstler in einer magischen Stunde (viel länger hat es nicht gedauert) MICH in polynesischer Sprache umgesetzt. Jede Linie hat Bedeutung, jedes einzelne Bild trifft eine Aussage. Es ist größer geworden als ich es dachte, und dennoch genau richtig. Zusammengefasst dreht es sich um Schutz, Stärke und Ausdauer, Verbundenheit, Familie, Gemeinschaft (Freunde), Harmonie, Mut, Gelassenheit, unterwegs sein, Meer(Tiefe).

    Eigentlich möchte ich nur noch „Schulter frei“ tragen. Im Moment bei diesen Temperaturen nicht schwer!! Ich weiß, dass Tätowierungen polarisieren. Nicht jeder mag das. Ich habe mein Tattoo zwischen den Inseln Hiva Oa und Tahuata bekommen. Es ist für mich mehr Kunst, aber auch mit Traditionen verbunden, ich bin stolz darauf. Eben (und nicht nur) Polynesien unter der Haut!

    Übrigens sind sehr viele Polynesier tätowiert. Durch alle Altersgruppen und sehr schön in meinen Augen. Ich wurde oft auf mein Tattoo angesprochen und die Reaktionen waren Wertschätzung und Respekt!!

    Moano, der Künstler!! Mein Gesicht kurz danach! Das Tattoo heute…

  • Weihnachten am anderen Ende der Welt – Auckland

    Am 22. Dezember starteten wir um 3.00 Uhr morgens in Papeete unseren Flug nach Auckland. Durch das Überqueren der Datumsgrenze verschwand ein ganzer Tag. Und so landeten wir bereits um 7.00 Uhr am 23. Dezember in Neuseeland. Ein merkwürdiges, fast unwirkliches Gefühl. Müde vom Flug und gleichzeitig einen Tag voraus. Am Abend genossen wir den warmen Sommerabend im Summer Garden unterhalb des Sky Towers. Während zu Hause Kerzen brennen und Lichterketten leuchten, saßen wir draußen, bei milden Temperaturen mit Blick auf die Skyline. Der Heilige Abend ist in Neuseeland kein gesetzlicher Feiertag, das Leben läuft weitgehend normal weiter. Wir nutzten den Tag für einen Besuch des Sky Towers, von dem sich ein weiter Blick über Stadt, Hafen und Inseln bot. Danach folgte ein Spaziergang hinunter zum Hafen, wo Auckland seine maritime Seite zeigt. Am späten Nachmittag gab es dort unser Weihnachtsessen im halboffenen Restaurant, bevor wir zu Fuß durch das Stadtzentrum zurückgingen, entspannte Stimmung und wenig Hektik. Um 22.30 Uhr besuchten wir schließlich das Weihnachtslieder-Singen in der Auckland Rainbow Community Church. Ein offener, herzlicher Ort, an dem Gemeinschaft im Mittelpunkt stand. Das war ein besonderer Abschluss dieses ungewöhnlichen Heiligabends. Der erste Weihnachtstag begann ruhig. Frühstück, Koffer packen, letzte Blicke auf die Stadt, Abschied nehmen. Um 15.00 Uhr hoben wir wieder ab, nächstes Ziel: Singapur. Weihnachten war dieses Jahr bei unserem kurzen Aufenthalt in Auckland anders als gewohnt. Sommerlich, ruhig und ohne die gewohnten Rituale. Vielleicht hat es uns gerade deshalb zwischen zwei Flügen so gut gefallen. Nichts desto trotz können wir uns im nächsten Jahr doppelt auf die Weihnachtszeit mit Weihnachtsmarkt, Glühwein und echten Nadelbäumen freuen.

  • Abschied von Französisch-Polynesien

    Am Ende unserer Zeit in Französisch-Polynesien bleibt mehr als eine Sammlung von Orten und Bildern. Über vier Wochen hinweg entstand ein Gefühl von Vertrautheit, fast von Heimischsein, getragen von Landschaften, Begegnungen und einem anderen Rhythmus des Lebens. Die Erlebnisse reichten von entlegenen Inseln und stillen Kultstätten bis zu Lagunen, Dörfern und dem Alltag der Menschen. Dabei wuchs das Verständnis für ein Land, das geografisch weit entfernt liegt und doch überraschend nah wirken kann. Französisch-Polynesien hat uns gelehrt, genauer hinzusehen, langsamer zu werden und Zusammenhänge zu erkennen, zwischen Natur, Geschichte und Gegenwart. Ein Ort am anderen Ende der Welt, der nicht fremd geblieben ist, sondern Spuren bei uns hinterlassen hat. Wir reisen weiter mit vielen Eindrücken, neuen Erkenntnissen und dem Gefühl, ein ganz besonderes Kapitel abgeschlossen zu haben.